Jahresbericht 2025

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🟢 Aufwärmen – Ziele der Saison

Wie vor jedem wichtigen Match ging es auch zu Beginn dieses Jahres darum, die Grundlagen zu legen.

Unser Fokus lag auf der Verbesserung des individuellen Spiels, insbesondere auf mehr Konstanz im Training und im Wettkampf.

Gleichzeitig wollten wir den Club weiter öffnen und neue Mitglieder für das Rollstuhltennis begeistern.


🎾 Erster Satz – Solider Start (6:3 RTCZ)

Der Beginn der Saison verlief konzentriert und strukturiert.

Allen voran Angela, die sehr intensiv arbeitete und ihr Spiel spürbar verbessern konnte. Trotz dieser Fortschritte befindet sie sich – wie bereits zu Jahresbeginn – weiterhin um die 50. Position der Weltrangliste. Im Turnierkontext gelingt es ihr leider noch nicht konstant, ihr bestes Tennis abzurufen.

Ein wichtiger Schritt war ihr neuer Rollstuhl, der ihr deutlich mehr Wendigkeit und Schnelligkeit ermöglicht und sich positiv auf ihr Spiel auswirkt.

Auch Simon machte erfreuliche Fortschritte. Seine Entwicklung ist vielversprechend, und er scheint nun bereit zu sein, den nächsten Schritt zu machen und ein nationales Turnier zu bestreiten.

Mit dieser stabilen Leistung ging der erste Satz verdient mit 6:3 an den RTCZ.


🎾 Zweiter Satz – Rückschläge und Pausen (2:6)

Der zweite Satz stand leider unter keinem guten Stern.

Das Jahr war geprägt von mehreren Verletzungen, die den Trainings- und Wettkampfbetrieb deutlich erschwerten.

Neben Simon musste sich auch Maëlle einer Operation unterziehen. Eine Rückenoperation ist für Tennisspieler:innen besonders heikel, umso mehr im Rollstuhltennis. Wir hoffen sehr, dass der Eingriff erfolgreich war und sie möglichst bald wieder ins Spielgeschehen eingreifen kann. Ihre Motivation ist beeindruckend – selten haben wir eine Athletin mit so viel Willen erlebt.

Aufgrund dieser Ausfälle und der Tatsache, dass auch andere Spieler:innen längere Zeit nicht auf dem Platz standen, spiegelte sich die Situation auch im Resultat wider.

Der zweite Satz ging folgerichtig mit 2:6 verloren.


🎾 Übergang – Der Wendepunkt

Doch wie so oft im Sport war dies kein Endpunkt, sondern ein Wendepunkt. Nach Rückschlägen, Pausen und Unsicherheiten sammelte sich das Team neu. Der Fokus lag nun weniger auf dem, was fehlte, sondern auf dem, was möglich war. Mit frischer Energie, neuem Selbstvertrauen und dem klaren Willen, das Jahr nicht aus der Hand zu geben, ging der RTCZ in den entscheidenden dritten Satz.


🎾 Dritter Satz – Entscheidung und Perspektive (6:3)

Im Entscheidungssatz zeigte sich der wahre Kampfgeist des Clubs.
Nun trat Giuli in den Vordergrund – absolut sensationell sein Speed im Rollstuhl, seine Wendigkeit und die Bälle, die er noch erreichen kann. Ein Athlet, der nicht nur sportlich begeistert, sondern auch durch seine Einstellung überzeugt.

Zum Ende des Jahres durfte er die Spitzensport-RS in Magglingen absolvieren. Dabei machte er große Fortschritte, insbesondere in den Soft Skills wie Pünktlichkeit, Genauigkeit und Kommunikation.

Der Weg Richtung Paralympische Spiele 2028 in Los Angeles ist klar erkennbar.

Auch bei Maëlle sehen wir weiterhin großes Potenzial. Gelingt es ihr, ihre gesundheitliche Situation in den Griff zu bekommen, ist sie ohne Zweifel ein großes Versprechen für die Zukunft.

Mit dieser starken Schlussphase entschieden wir den dritten Satz mit 6:3 für uns.


🏆 Matchball – Fazit

Mit zwei gewonnenen Sätzen ging das Match zu unseren Gunsten aus.
Das Jahr 2025 endet für den RTCZ als siegreiches Jahr – nicht nur in Resultaten, sondern vor allem in Entwicklung, Zusammenhalt und Perspektive.

Mit diesen Erfolgen möchten wir noch mehr Menschen für den RTCZ und das Rollstuhltennis begeistern.

Wir laden alle Interessierten herzlich ein, bei einem Training vorbeizuschauen, uns an Turnieren zu unterstützen oder Teil unserer Gemeinschaft zu werden – auf dem Platz, am Spielfeldrand oder als Förderer unseres Sports.

Generalversammlung Mai 2025

Generalversammlung 2025

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Generalversammlung 25. Mai 2025

Am 25.Mai lud der Vorstand die Vereinsmitglieder zur jährlichen Generalversammlung ein. Leider war die Teilnehmerzahl gering, sodass wir die Versammlung mit nur drei Anwesenden abhalten mussten. Wie erwartet, verlief die GV eher unspektakulär. Vor der Sitzung nutzten wir die Gelegenheit, eine Stunde intensiv zu trainieren. Die da verbrauchten Kalorien wurden anschliessend mit köstlichen Pizzen wieder aufgefüllt.

Interview: Präsidentin Angela Grosswiler

Jahresbericht 2024

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Ein etwas anderer Jahresrückblick 2024

Ein Gespräch mit unserer Präsidentin Angela Grosswiler

Liebe Angela, vielen Dank, dass du dir die Zeit nimmst, uns einige Fragen zu beantworten.

Wenn du an das Jahr 2024 denkst, was kommt dir in den Sinn?

2024 war ein paralympisches Jahr. Die Spiele in Paris waren fantastisch. Leider habe ich mich nicht qualifizieren können. Dennoch habe ich gemeinsam mit meiner Familie einen Ausflug nach Paris gemacht, wo ich einige Tennismatches und auch den Badmintonwettkampf besucht habe. Die Stimmung war einfach grossartig.

Hat dich das auch motiviert, weiterhin hart an deinem Training zu arbeiten?

Auf jeden Fall! Mein Ziel ist es, an den nächsten Spielen in Los Angeles teilzunehmen. Neben meinem Clubtraining arbeite ich zusätzlich zwei Stunden pro Woche mit unserer Nationaltrainerin Eva Stutzki. Auch Krafttraining und Fahrtraining gehören zu meinem Programm.

Wie unterstützt der RTC Zug dich, um dein großes Ziel zu erreichen?

Ohne die finanzielle Unterstützung durch den Club könnte ich nicht rund 12 Stunden pro Woche mit professionellen Trainern trainieren. Da ich 2024 die Spitzensport RS absolviert habe, werden nun drei Wochen Turniere vom Militär finanziert.

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Gibt es neben dir noch weitere Clubmitglieder, die sich Chancen für die Teilnahme an den Paralympischen Spielen ausrechnen?

Ja, da denke ich besonders an Giuliano Carnevali. Seine Leistungssteigerung im letzten Jahr war beeindruckend. Er hat einige vielversprechende Ergebnisse erzielt. Wenn er weiterhin verletzungsfrei bleibt, bin ich überzeugt, dass er 2028 in Los Angeles dabei sein wird.

Du hast Giulis Turnierresultate erwähnt. Wie erfolgreich war dein eigenes Turnierjahr?

Neben dem Schweizer Meistertitel habe ich zwei Turniere auf Futures-Niveau gewonnen. Momentan bin ich als Weltnummer 55 eingestuft, was mich nicht ganz zufriedenstellt. Mein Ziel ist es, in diesem Jahr unter die ersten 35 zu kommen.

Rollstuhltennis ist nicht nur Spitzensport. Wie lief es für die anderen aktiven Mitglieder?

Ich habe gehört, dass Simon Baumgartner ebenfalls fleissig trainiert und ich kann seine Fortschritte in der Fahr- und Tennistechnik bestätigen. Leider war Hedi Cappello 2024 oft verletzt – zunächst hatte sie Probleme mit den Augen, danach mit der Schulter, was ein regelmässiges Training verhinderte. Ich hoffe sehr, dass wir sie bald wieder im Training sehen können.

Gab es noch andere Clubaktivitäten?

Ja, wir haben uns zu einem Pizzaplausch in der Tennishalle Baar getroffen. Das Essen mussten wir uns allerdings ehrlich verdienen! Aktiv- und Passivmitglieder, Rollstuhl- und Fussgänger, Könner und Anfänger haben vorher mehr oder weniger intensiv Tennis gespielt. Dabei gab es viel zu lachen, und ich finde, das sollten wir unbedingt 2025 wiederholen. Wie in den vergangenen Jahren hatte der Club die Möglichkeit, sich im Einkaufscenter Metalli in Zug zu präsentieren und war auch wieder Teil des Rahmenprogramms des zugOpens.

Gab es sonst noch Erwähnenswertes?

Ja, darauf bin ich sehr stolz: Im Oktober 2024 konnte der RTC Zug einen langjährigen Unterstützungsvertrag mit Glencore abschließen. Dafür möchte ich mich an dieser Stelle herzlich bei Glencore bedanken.

Wir bedanken uns ebenfalls herzlich bei dir für die Beantwortung unserer Fragen.